Ist Magento B2B für Onlineshops 2026 für Hersteller und Großhändler besser als Shopify Plus?

Ist Magento B2B für Onlineshops 2026 für Hersteller und Großhändler besser als Shopify Plus?

Für Hersteller, Großhändler und Distributoren ist die Wahl einer E-Commerce-Plattform weit mehr als eine Frage des Erscheinungsbilds oder der Geschwindigkeit, mit der ein Onlineshop gestartet werden kann. Ein professionelles B2B-Geschäft muss Unternehmenskonten, mehrere Einkäufer, individuell vereinbarte Preise, Bestellungen auf Rechnung, Genehmigungsprozesse, wiederehrende Bestellungen, kundenspezifische Kataloge, ERP-Integrationen und unterschiedliche Geschäftsregeln für verschiedene Kunden abbilden können.   Genau deshalb verdient der Vergleich zwischen Magento B2B für Onlineshops und Shopify Plus im Jahr 2026 eine genauere Betrachtung. Beide Plattformen unterstützen den B2B-Handel und haben ihre Funktionen in den vergangenen Jahren deutlich erweitert. Shopify hat seine integrierten B2B-Funktionen erheblich ausgebaut, während Adobe Commerce weiterhin ein umfangreiches B2B-Funktionsspektrum für Unternehmensstrukturen, gemeinsame Kataloge, Angebote, Bestellungen und Bestelllisten bietet.   Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht einfach:  „Welche Plattform ist besser?“  Sondern: 

„Welche Plattform passt besser dazu, wie Ihr B2B-Unternehmen tatsächlich verkauft?“ 

Für Hersteller und Großhändler mit komplexen Geschäftsprozessen kann Magento B2B für Onlineshops eine besonders leistungsfähige Grundlage bieten, da die Plattform umfangreiche Möglichkeiten zur Anpassung und Erweiterung bietet und anspruchsvolle E-Commerce- und ERP-Anforderungen abbilden kann. Shopify Plus kann dagegen die bessere Wahl für Unternehmen sein, die eine schnelle Einführung, eine vollständig verwaltete Cloud-Plattform und ein vergleichsweise unkompliziertes B2B-Geschäftsmodell bevorzugen.   Schauen wir uns die beiden Plattformen im Detail an. 

Magento B2B für Onlineshops vs. Shopify Plus: Die kurze Antwort 

Wenn Ihr Unternehmen mit komplexen Kundenstrukturen, individuell ausgehandelten Preisen, mehreren Käuferrollen, Bestellungen, Genehmigungsprozessen, ERP-Integrationen und stark individualisierten Katalogen arbeitet, ist Magento B2B für Onlineshops in vielen Fällen die leistungsfähigere Lösung. Wenn Ihr B2B-Geschäft dagegen vergleichsweise einfach aufgebaut ist, Ihr Team eine unkomplizierte Verwaltung und eine schnelle Markteinführung priorisiert und Sie mit der technischen Architektur von Shopify arbeiten möchten, kann Shopify Plus die praktischere Lösung sein.   Der Unterschied wird besonders deutlich, wenn die beiden Plattformen anhand ihrer einzelnen Funktionen verglichen werden.  Vergleich der wichtigsten B2B-Funktionen 
B2B-Anforderung  Magento B2B / Adobe Commerce  Shopify Plus 
Unternehmenskonten  Sehr gut  Sehr gut 
Mehrere Käufer und Rollen  Sehr gut  Sehr gut 
Unternehmenshierarchien  Sehr gut  Über Unternehmens- und Standortstrukturen unterstützt 
Kundenspezifische Kataloge  Sehr gut  Sehr gut 
Kundenspezifische Preise  Sehr gut  Sehr gut 
Verhandelbare Angebote  In Adobe Commerce B2B integriert  Je nach Prozess häufig zusätzliche Lösung erforderlich 
Bestellungen  Integriert  Unterstützt 
Genehmigungsprozesse  Umfangreich integriert  Verfügbar, erweiterte Prozesse teilweise über Plus-Funktionen und Erweiterungen 
Schnelle Bestellung  Integriert  Integriert 
Nachbestellungen  Bestelllisten  Schnellbestellung, Listen und Erweiterungen 
ERP-Integration  Sehr flexibel  Leistungsfähige Schnittstellen und Integrationen 
B2B + B2C  Sehr gut  Sehr gut 
Tiefgreifende Anpassung  Sehr umfangreich  Umfangreich, jedoch innerhalb der Cloud-Architektur 
Verantwortung für Hosting  Abhängig von der Magento-Bereitstellung  Von Shopify verwaltet 
Kontrolle über die Systemarchitektur  Hoch  Eingeschränkter 
Besonders geeignet für  Komplexe B2B-Geschäftsmodelle  Schnellen, verwalteten B2B-Handel 
Die aktuelle Dokumentation von Adobe bestätigt, dass die B2B Funktionen Unternehmenskonten, Unternehmenshierarchien, gemeinsame Kataloge, Schnellbestellungen, Bestellungen, Angebote und Bestelllisten umfassen. Shopify Plus unterstützt ebenfalls B2B-Kataloge, Unternehmen, kundenspezifische Preise und erweiterte Zahlungsfunktionen, wobei einige Funktionen vom jeweiligen Tarif abhängen.  

Unternehmenskonten: Wie verwalten Magento und Shopify Geschäftskunden? 

Ein B2B-Kunde ist nur selten eine einzelne Person. Ein Hersteller kann beispielsweise an ein Unternehmen verkaufen, bei dem der Einkaufsleiter Bestellungen erstellt, ein Abteilungsleiter diese genehmigt und die Finanzabteilung die Zahlung abwickelt. Ein Großhändler kann mehrere Niederlassungen mit eigenen Einkäufern und Lieferadressen betreuen.   Hier zeigt Magento B2B für Onlineshops eine seiner besonderen Stärken. Adobe Commerce B2B behandelt das Unternehmenskonto als zentrale Einheit. Mehrere Käufer können demselben Unternehmenskonto zugeordnet werden und unterschiedliche Rollen und Berechtigungen erhalten. Unternehmensstrukturen können außerdem Abteilungen, Untereinheiten und Benutzer abbilden.   Das entspricht wesentlich stärker der tatsächlichen Organisation vieler Hersteller und Großhändler.  Ein Unternehmenskonto kann damit die Grundlage bilden für: 
  • Verwaltung von Einkäufern  
  • Rollen und Berechtigungen  
  • Beschaffung  
  • Angebote  
  • Unternehmenskredit  
  • Bestellungen  
  • Genehmigungsprozesse  
  • Kundenspezifische Kataloge  
  • Preisgestaltung  
Auch Shopify unterstützt Unternehmensprofile, Standorte, Einkäufer, Zahlungsbedingungen und kundenspezifische B2B-Erfahrungen. Die B2B-Lösung für größere Unternehmen ermöglicht mehrere Käufer und Standorte mit unterschiedlichen Berechtigungen und Geschäftsbedingungen.  

Der entscheidende Unterschied 

Beide Plattformen können Verkäufe an Unternehmen abbilden. Entscheidend wird der Unterschied, wenn die Organisationsstruktur komplexer wird. Für einen unkomplizierten Großhandel kann Shopify Plus vollkommen ausreichen.  Für einen Hersteller mit mehreren Kundeneinheiten, komplexen Genehmigungsstrukturen und umfangreichen individuellen Geschäftsregeln bietet Magento B2B für Onlineshops mehr Möglichkeiten, den Onlineshop genau an diese Anforderungen anzupassen.

Mehrere Benutzer und Berechtigungen: Wer darf was bestellen? 

Eine erfolgreiche B2B-E-Commerce-Plattform muss berücksichtigen, dass nicht jeder Mitarbeiter eines Unternehmens die gleiche Einkaufsberechtigung besitzt.  Stellen Sie sich einen Distributor vor mit: 
  • 20 Vertriebsstandorten  
  • Mehreren Einkaufsleitern  
  • Regionalleitern  
  • Mitarbeitern aus dem Finanzwesen  
  • Administratoren der Zentrale  
Ein Vertriebsmitarbeiter darf möglicherweise eine Bestellung erstellen, aber nicht genehmigen. Ein Einkaufsleiter verfügt vielleicht über ein höheres Ausgabenlimit. Ein Mitarbeiter aus dem Finanzwesen benötigt Zugriff auf Rechnungen und Zahlungsinformationen, soll aber keine Produkte bestellen können.   Adobe Commerce unterstützt Unternehmenskonten, Benutzer, Rollen, Berechtigungen und Unternehmensstrukturen als Bestandteil seines B2B-Modells.   Auch Shopify Plus unterstützt Unternehmensprofile mit mehreren Käufern und Standorten, Berechtigungen, Zahlungsbedingungen und Zahlungsmethoden.   Für einfache Organisationsstrukturen können beide Plattformen gut funktionieren. Wenn Benutzerberechtigungen jedoch Teil eines individuell definierten Beschaffungsprozesses werden, gewinnt die Flexibilität von Magento B2B für Onlineshops an Bedeutung.

Kundenspezifische Preise: Hier wird B2B-E-Commerce wirklich komplex 

B2B-Preise sind selten so einfach wie:  Produkt = 100 €  Ein Kunde zahlt möglicherweise 90 €, ein anderer aufgrund seines Jahresvolumens 85 €. Ein Distributor erhält einen individuell ausgehandelten Vertragspreis.Ein strategischer Großkunde sieht möglicherweise ein vollständig anderes Produktsortiment.   Hier kann Magento B2B für Onlineshops besonders nützlich sein. Mit der Funktion für gemeinsame Kataloge von Adobe Commerce können Händler Kataloge mit individuellen Preisen erstellen und bestimmten Unternehmen zuweisen.   Damit lässt sich steuern: 
  • Welche Produkte ein Kunde sieht  
  • Welche Preise er sieht  
  • Welche Kategorien verfügbar sind  
  • Welche Unternehmen auf einen Katalog zugreifen können  
Auch Shopify hat diesen Bereich deutlich weiterentwickelt. Shopify-B2B-Kataloge können bestimmen, auf welche Produkte und Preise Kunden zugreifen. Shopify Plus unterstützt unbegrenzt viele B2B-Marktkataloge sowie die direkte Zuordnung von Katalogen zu Unternehmen und Unternehmensstandorten.   Es geht daher nicht mehr einfach darum, dass eine Plattform „B2B-Preise“ unterstützt und die andere nicht. 

Wo Magento einen Vorteil bietet 

Der Vorteil wird deutlicher, wenn kundenspezifische Preise mit anderen Systemen und Geschäftsregeln verbunden werden müssen.  Zum Beispiel:  ERP-Preisliste → Magento → Kundenkonto → kundenspezifischer Katalog → Bestellung  Wenn Preise durch SAP Business One oder ein anderes ERP System gesteuert werden, kann die Möglichkeit zur individuellen Anpassung des Datenmodells und der Integrationsschicht wichtiger sein als die grundlegende Preisfunktion selbst.   Das ist ein wesentlicher Grund, warum Hersteller und Großhändler Magento B2B für Onlineshops nicht nur als Schaufenster, sondern als Teil ihrer gesamten Geschäftsarchitektur betrachten sollten.

Gemeinsame Kataloge und private Produktsortimente 

Ein Hersteller möchte möglicherweise nicht, dass jeder Kunde das gesamte Produktsortiment sieht. Ein Distributor kann Zugriff auf eine bestimmte Produktgruppe erhalten. Ein strategischer Wiederverkäufer benötigt möglicherweise ein anderes Sortiment. Ein regionaler Kunde darf vielleicht nur Produkte bestellen, die für seinen Markt freigegeben sind.  Die Funktion für gemeinsame Kataloge von Magento wurde speziell für solche B2B Szenarien entwickelt. Kundenspezifische Kataloge können bestimmten Unternehmen zugewiesen werden, wobei Produktverfügbarkeit und Preise entsprechend gesteuert werden.   Auch Shopify Plus ermöglicht die direkte Zuordnung von Katalogen zu Unternehmen und Standorten. Beide Plattformen können somit private oder kundenspezifische Kataloge unterstützen.  Entscheidend ist deshalb die Komplexität rund um den Katalog. Wenn Ihre Katalogregeln relativ einfach sind, kann Shopify Plus sehr gut funktionieren.  Wenn die Sichtbarkeit von Produkten eng mit Kundengruppen, ERP Daten, Vertriebsgebieten, Vertragsbedingungen oder komplexen Produktstrukturen verbunden ist, bietet Magento B2B für Onlineshops mehr Möglichkeiten für eine individuelle Umsetzung.

Angebote und Preisverhandlungen: Können Kunden online verhandeln? 

Für viele B2B-Unternehmen ist der Preis im Warenkorb nicht automatisch der endgültige Verkaufspreis.  Ein Kunde kann beispielsweise anfragen: 
  • Eine größere Menge  
  • Einen Sonderrabatt  
  • Abweichende Lieferbedingungen  
  • Einen projektbezogenen Preis  
  • Eine Kombination verschiedener Produkte  
  • Ein überarbeitetes Angebot  
Adobe Commerce bietet mit den verhandelbaren Angeboten eine integrierte B2B-Funktion. Käufer oder Verkäufer können ein Angebot erstellen, Mengen anpassen, Rabatte anfordern und so lange verhandeln, bis beide Seiten einer Vereinbarung zustimmen. Auch die Kommunikation zum Angebot wird dokumentiert.   Das ist besonders für Hersteller und Großhändler relevant, bei denen Preisverhandlungen zum normalen Geschäftsablauf gehören.  Shopify Plus kann ebenfalls B2B-Prozesse auf Basis von Angeboten unterstützen. Je nach gewünschtem Ablauf können dafür jedoch Erweiterungen, individuelle Entwicklungen oder zusätzliche Integrationen erforderlich sein.  

Warum ist das wichtig? 

Wenn Ihr Vertriebsteam die meisten Angebotsanfragen weiterhin per E-Mail erhält, Excel-Dateien manuell verändert und den vereinbarten Preis anschließend erneut in das E-Commerce System eingibt, wird der Geschäftsprozess durch den Onlineshop nicht wirklich digitalisiert.  Das Produkt wird lediglich online angezeigt. Eine professionell konfigurierte Lösung mit Magento B2B für Onlineshops kann den Angebotsprozess dagegen mit dem Kundenkonto und dem anschließenden Bestellprozess verbinden.

Bestellungen und Genehmigungsprozesse 

Bestellungen sind ein fester Bestandteil der B2B-Beschaffung.Ein Einkäufer kann eine Bestellung erstellen, während ein anderer Mitarbeiter diese genehmigen muss, bevor der Auftrag ausgeführt werden darf.  Adobe Commerce unterstützt Unternehmensbestellungen und Genehmigungsregeln. Unternehmen können Regeln anhand von Bestellwerten und Benutzerrollen definieren. Kleinere Bestellungen können beispielsweise automatisch freigegeben werden, während größere Aufträge eine oder mehrere zusätzliche Genehmigungen benötigen.   Das ist ein wichtiger Unterschied zwischen einem B2B-Onlineshop und einem klassischen Onlinehandel.  Der Onlineshop verarbeitet nicht lediglich Zahlungen.  Er wird Teil des Beschaffungsprozesses des Kunden. Auch Shopify Plus bietet erweiterte B2B-Funktionen für Zahlungen und Bestellungen. Die Aktualisierungen von Shopify im Jahr 2026 umfassen zudem Regeln für die Überprüfung von Bestellungen.   Für Unternehmen mit relativ einfachen Einkaufsprozessen kann Shopify ausreichend sein. Für Organisationen, bei denen Genehmigungsregeln eng mit Unternehmenshierarchien und Beschaffungsrichtlinien verbunden sind, bietet Magento B2B für Onlineshops eine flexiblere Grundlage.

Schnellbestellung und Nachbestellung 

B2B-Kunden wissen häufig genau, was sie bestellen möchten. Sie möchten möglicherweise nicht zwanzig Minuten lang Produktkategorien durchsuchen. Oft verfügen sie bereits über eine Liste mit Artikelnummern und Mengen.  Die Schnellbestellfunktion von Magento ermöglicht es Käufern, Bestellungen anhand von Produktnamen oder Artikelnummern zu erstellen. Bestelllisten ermöglichen es, häufig gekaufte Produkte für spätere Bestellungen zu speichern.   Das kann besonders wertvoll sein für: 
  • Ersatzteile  
  • Verpackungen  
  • Komponenten  
  • Industrieprodukte  
  • Großhandelsware  
  • Regelmäßige Nachbestellungen  
Auch Shopify hat seine Funktionen für Schnellbestellungen, Mengenregeln und Mengenrabatte weiterentwickelt. Die neuen Vorlagen von Shopify unterstützen ebenfalls B2B-Schnellbestelllisten.   Beide Plattformen erkennen somit die Bedeutung wiederkehrender Bestellungen. Der entscheidende Unterschied entsteht dann, wenn die Nachbestellung mit kundenspezifischen Produkten, Lagerverfügbarkeit, Vertragspreisen und ERP-Daten verbunden werden muss. Auch hier bietet Magento B2B für Onlineshops erhebliche Flexibilität.

ERP-Integration: Für viele Hersteller der entscheidende Faktor 

Für einen Hersteller oder etablierten Großhändler arbeitet die E-Commerce-Plattform selten isoliert.  Die tatsächliche Systemlandschaft kann umfassen: 
  • ERP-System  
  • Kundenmanagement  
  • Produktinformationssystem  
  • Lagerverwaltungssystem  
  • Buchhaltung  
  • Zahlungsdienste  
  • Versandlösungen  
  • Elektronischer Datenaustausch  
  • Kundenservice-Plattformen  
Für Ingold Solutions ist dieser Punkt besonders relevant, da Magento B2B für Onlineshops mit SAP Business One integriert werden kann, sodass E-Commerce- und ERP-Prozesse miteinander verbunden werden. Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht: 

„Kann Magento mit unserem ERP integriert werden?“ 

Fast jede moderne E-Commerce-Plattform kann irgendeine Form der ERP-Integration anbieten.  Die wichtigeren Fragen sind: 
  • Welches System ist für die Produktdaten verantwortlich?  
  • Welches System verwaltet die Kundendaten?  
  • Wo werden Preise berechnet?  
  • Wo wird der Lagerbestand geführt?  
  • Wo werden Bestellungen erstellt?  
  • Wie werden Retouren synchronisiert?  
  • Was passiert bei einem Synchronisationsfehler?  
  • Können kundenspezifische Preise übertragen werden?  
  • Können mehrere Unternehmen verwaltet werden?  
  • Ist der Lagerbestand in Echtzeit verfügbar?  
Für Hersteller mit komplexen ERP-Anforderungen ist Magento B2B für Onlineshops besonders interessant, weil die Architektur umfangreiche Kontrolle über Integrationen und Geschäftslogik ermöglicht. Shopify verfügt ebenfalls über leistungsfähige Schnittstellen und ein wachsendes Integrationsangebot. Die Aktualisierungen von Shopify für 2026 heben beispielsweise vorgefertigte ERP-Integrationen und elektronische Datenaustauschprozesse hervor.   Die Frage lautet daher nicht, ob eine Integration möglich ist. Die entscheidende Frage lautet: 

Wie viel Kontrolle benötigt Ihr Unternehmen über diese Integration?  

Magento B2B für Onlineshops und die Verbindung von B2B und B2C  Viele Hersteller und Großhändler arbeiten heute nicht mehr ausschließlich im B2B-Geschäft.  Sie verkaufen beispielsweise: 
  • An Distributoren  
  • An Händler  
  • Direkt an Endkunden  
  • Über Marktplätze  
  • Über regionale Filialen  
Damit entsteht eine weitere wichtige Frage: 

Können B2B und B2C innerhalb einer gemeinsamen E-Commerce-Strategie betrieben werden? 

Adobe Commerce B2B wurde ausdrücklich dafür entwickelt, sowohl B2B- als auch B2C-Geschäftsmodelle zu unterstützen.  Auch Shopify unterstützt den Betrieb von B2B und Direktvertrieb an Endkunden innerhalb einer Plattform.   Beide Ansätze können daher funktionieren. Die bessere Wahl hängt davon ab, wie stark sich die beiden Einkaufserlebnisse voneinander unterscheiden.  Wenn Ihre B2B-Kunden vollständig unterschiedliche: 
  • Kataloge  
  • Preise  
  • Zahlungsbedingungen  
  • Regeln für den Bestellabschluss  
  • Kontostrukturen  
  • Bestellprozesse  
benötigen, kann Magento B2B für Onlineshops aufgrund seiner hohen Anpassbarkeit besonders interessant sein.

Anpassbarkeit: Wie viel Kontrolle benötigt Ihr Unternehmen? 

Dies ist wahrscheinlich einer der wichtigsten Unterschiede. Shopify Plus bietet eine vollständig verwaltete Cloud-Umgebung. Der Händler muss sich dadurch nicht in demselben Umfang um die zugrunde liegende technische Infrastruktur kümmern wie bei einer selbst betriebenen Magento-Installation.  Das ist ein echter Vorteil.  Shopify Plus bietet außerdem Programmierschnittstellen, Erweiterungen, eigene Funktionen und Entwicklungswerkzeuge zur Erweiterung der Plattform. Shopify positioniert die Lösung stark rund um eine schnelle Einführung und schnittstellenbasierte Entwicklung.  Magento verfolgt einen anderen Ansatz.  Magento B2B für Onlineshops ermöglicht Unternehmen wesentlich mehr Kontrolle über die zugrunde liegende Anwendung, das Datenmodell, Integrationen und individuelle Geschäftslogik. Das kann für einen Hersteller mit ungewöhnlichen oder besonders spezifischen Anforderungen ein entscheidender Vorteil sein. Es bedeutet allerdings auch mehr Verantwortung.  Eine komplexe Magento-Implementierung benötigt einen erfahrenen Entwicklungs- und Supportpartner. Schlecht konzipierte Anpassungen können später zu erhöhtem Wartungsaufwand führen.   Die Flexibilität von Magento sollte deshalb nicht als kostenlose Freiheit verstanden werden. Sie muss professionell geplant und umgesetzt werden.  

Gesamtbetriebskosten: Welche Lösung ist langfristig günstiger? 

Die günstigste Plattform beim Start ist nicht zwangsläufig die günstigste Lösung über einen Zeitraum von fünf Jahren. Eine seriöse Berechnung der Gesamtbetriebskosten eines B2B-Onlineshops sollte berücksichtigen: 
  • Plattformgebühren  
  • Hosting  
  • Entwicklung  
  • Erweiterungen  
  • Zusatzanwendungen  
  • Integrationen  
  • Wartung  
  • Sicherheit  
  • Aktualisierungen  
  • Support  
  • Transaktionsgebühren  
  • Anpassungen  
  • Interne Verwaltung  
Shopify Plus verursacht regelmäßige Plattformkosten. Shopify nennt für Europa derzeit einen Einstiegspreis von 2.250 € pro Monat bei einer einjährigen Vertragslaufzeit beziehungsweise 2.100 € pro Monat bei einer dreijährigen Vertragslaufzeit. Je nach Transaktionsabwicklung und komplexeren Unternehmensstrukturen können zusätzliche Kosten entstehen.   Die Kostenstruktur von Magento hängt dagegen stark von der jeweiligen Implementierung ab.  Ingold Solutions bietet beispielsweise einen Magento-B2B-Onlineshop ab 4.000 € als einmalige Investition oder ab 250 € pro Monat im Mietmodell inklusive Hosting und Datensicherung an. Eine kombinierte B2C- und B2B-Lösung beginnt bei 5.900 € beziehungsweise 350 € pro Monat. Diese Angebote sind nicht unmittelbar miteinander vergleichbar. Unternehmen sollten die genannten Beträge daher nicht so behandeln, als würden sie identische technische Leistungspakete darstellen.   Stattdessen sollte die Gesamtbetriebskostenrechnung über fünf Jahre auf den tatsächlichen Anforderungen des Unternehmens basieren. Eine Plattform, die beim Start günstiger erscheint, kann teuer werden, wenn zahlreiche Erweiterungen und Umgehungslösungen erforderlich sind. Umgekehrt kann auch Magento teuer werden, wenn ein Projekt ohne klare technische Architektur übermäßig individuell entwickelt wird.  

Skalierbarkeit: Welche Plattform eignet sich besser für wachsende Hersteller? 

Beide Plattformen können mit einem Unternehmen wachsen.  Die wichtigere Frage lautet: 

Was genau wächst? 

Steigt lediglich die Zahl der Bestellungen, können beide Plattformen mit diesem Wachstum umgehen. Die Komplexität eines B2B-Geschäfts kann jedoch deutlich schneller wachsen als die Anzahl der Bestellungen.  Ein Hersteller kann beispielsweise von:  100 Kunden → 500 Kunden → 2.000 Kunden  wachsen und gleichzeitig von:  einer Preisliste → 20 Preislisten → kundenspezifischen Verträgen  übergehen. Parallel kann sich die Struktur von:  einem Einkäufer pro Unternehmen → mehreren Abteilungen und Genehmigungsebenen  entwickeln.  Genau hier wird die Systemarchitektur entscheidend.  Magento B2B für Onlineshops eignet sich besonders für Organisationen, bei denen Wachstum zunehmend komplexere Geschäftsregeln, Integrationen und Kundenstrukturen bedeutet.   Shopify Plus ist besonders attraktiv, wenn Wachstum vor allem höhere Bestellvolumen, internationale Expansion und eine effiziente Verwaltung innerhalb einer vollständig verwalteten Plattform bedeutet.   Welche Plattform ist besser für Hersteller?  Für Hersteller hängt die Antwort hauptsächlich von der Komplexität des Vertriebsmodells ab.  Entscheiden Sie sich für Magento, wenn: 
  • Sie komplexe kundenspezifische Preise benötigen.  
  • Ihr ERP-System eine zentrale Rolle im Unternehmen spielt.  
  • Kunden unterschiedliche Kataloge benötigen.  
  • Sie anspruchsvolle Angebotsprozesse benötigen.  
  • Ihre Kunden komplexe Genehmigungsstrukturen haben.  
  • Sie umfangreiche individuelle Anpassungen benötigen.  
  • Sie B2B und B2C mit deutlich unterschiedlichen Anforderungen betreiben.  
  • Sie umfassende Kontrolle über Integrationen benötigen.  
  • Ihre Produktdaten und Geschäftsregeln besonders komplex sind.  
In diesen Situationen ist Magento B2B für Onlineshops häufig die strategisch stärkere Wahl. Entscheiden Sie sich für Shopify Plus, wenn: 
  • Ihr B2B-Geschäftsmodell vergleichsweise unkompliziert ist.  
  • Eine schnelle Einführung höchste Priorität besitzt.  
  • Ihr Unternehmen eine vollständig verwaltete Cloud-Plattform bevorzugt.  
  • Ihre bestehende technische Umgebung bereits gut mit Shopify funktioniert.  
  • Sie den Aufwand für die Verwaltung der Infrastruktur minimieren möchten.  
  • Ihre B2B- und B2C-Erlebnisse auf einer relativ standardisierten Architektur aufbauen können.  

 Welche Plattform ist besser für Großhändler? 

Großhändler sollten zunächst ihren Einkaufsprozess betrachten und erst danach die Plattform auswählen.  Wenn Kunden typischerweise: 
  • Sich anmelden  
  • Einen kundenspezifischen Katalog durchsuchen  
  • Ausgehandelte Preise sehen  
  • Produkte hinzufügen  
  • Nachbestellungen durchführen  
  • Zu vereinbarten Zahlungsbedingungen bezahlen  
kann Shopify Plus eine sehr leistungsfähige Lösung sein.   Shopify hat seine integrierten B2B-Funktionen 2026 weiter ausgebaut, unter anderem mit Unternehmensprofilen, Katalogen, Zahlungsbedingungen, Mengenpreisen und Mengenregeln.   Wenn der Großhandel jedoch stark von folgenden Anforderungen abhängt: 
  • Kundenspezifischen Verträgen  
  • Mehreren Unternehmensstrukturen  
  • Verhandelbaren Angeboten  
  • Genehmigungen für Bestellungen  
  • Komplexer ERP-Logik  
  • Mehreren Preisregeln  
  • Umfangreichen Produktbeschränkungen  
dann verdient Magento B2B für Onlineshops eine ernsthafte Betrachtung.

Was ist mit Unternehmen, für die keine der beiden Plattformen die richtige Wahl ist? 

Magento und Shopify Plus sind nicht automatisch für jedes B2B-Unternehmen die beste Lösung.  Eine andere Plattform kann sinnvoller sein, wenn: 
  • Ihre Anforderungen hauptsächlich die Beschaffung und nicht den E-Commerce betreffen.  
  • Sie eine hochspezialisierte Branchenlösung benötigen.  
  • Ihr Vertrieb fast vollständig offline stattfindet.  
  • Ihr Produktsortiment sehr klein ist.  
  • Ihr ERP bereits ein ausreichendes B2B-Kundenportal bietet.  
  • Ihre Anforderungen die Implementierungskosten keiner der beiden Plattformen rechtfertigen.  
Die richtige Plattform sollte dem Geschäftsmodell folgen – nicht umgekehrt.  

Magento B2B vs. Shopify Plus: Entscheidungsmatrix 

Geschäftsanforderung  Magento B2B  Shopify Plus 
Einfacher Großhandel  Hervorragend  Hervorragend 
Komplexe Unternehmensstrukturen  Hervorragend  Sehr gut 
Kundenspezifische Preise  Hervorragend  Hervorragend 
Private Kataloge  Hervorragend  Hervorragend 
Ausgehandelte Angebote  Hervorragend  Gut, abhängig von der Umsetzung 
Bestellungen  Hervorragend  Sehr gut 
Genehmigungsprozesse  Hervorragend  Sehr gut 
Schnellbestellung  Hervorragend  Hervorragend 
Nachbestellungen  Hervorragend  Hervorragend 
Tiefgreifende ERP-Integration  Hervorragend  Sehr gut 
Umfangreiche Anpassungen  Hervorragend  Gut bis sehr gut 
Verwaltete Infrastruktur  Abhängig von der Bereitstellung  Hervorragend 
Schnelle Einführung  Gut  Hervorragend 
B2B + B2C  Hervorragend  Hervorragend 
Komplexe Produktionsprozesse  Hervorragend  Sehr gut 
Einfacher Großhandel  Hervorragend  Hervorragend 
Kontrolle über die Architektur  Hervorragend  Eingeschränkter 
Einfache Plattformverwaltung  Erfordert spezialisierten Support  Hervorragend 

 Die eigentliche Frage: Magento oder Shopify? 

Die Entscheidung zwischen Magento und Shopify Plus für B2B sollte nicht davon abhängen, welche Plattform die längere Liste an Funktionen besitzt. Beide Plattformen haben sich erheblich weiterentwickelt.  Shopify hat B2B-E-Commerce zugänglicher gemacht, und durch die Erweiterungen im Jahr 2026 sind viele B2B-Funktionen inzwischen auch außerhalb von Plus verfügbar.   Magento und Adobe Commerce bieten weiterhin ein umfangreiches B2B Funktionsspektrum mit Unternehmenskonten, Organisationsstrukturen, kundenspezifischen Katalogen, Angeboten, Bestellungen, Genehmigungsregeln, Schnellbestellungen und Bestelllisten.   Die eigentliche Trennlinie lautet: 

Komplexität und Kontrolle. 

Wenn Ihr Unternehmen eine hochgradig kontrollierte B2B-E-Commerce-Umgebung benötigt, die an komplexe Geschäftsprozesse angepasst werden kann, ist Magento B2B für Onlineshops wahrscheinlich die flexiblere Grundlage. Wenn Ihre Anforderungen vergleichsweise standardisiert sind und eine verwaltete Cloud Umgebung mit schneller Einführung im Vordergrund steht, kann Shopify Plus die effizientere Lösung sein.  

Die Rolle von Ingold Solutions bei der Entscheidung 

Die Wahl der Plattform ist nur die erste Entscheidung. Die Qualität der Implementierung kann einen ebenso großen Einfluss auf das Ergebnis haben.   Bei Ingold Solutions wird Magento B2B für Onlineshops als eigenentwickelte Lösung für Geschäftskunden angeboten – sowohl als eigenständiger B2B-Onlineshop als auch als kombinierte B2C- und B2B-Umgebung. Das aktuelle Angebot umfasst Funktionen für Unternehmenskonten, mehrere Einkäufer, kundenspezifische Preise und B2B-Beschaffungsprozesse.   Für Unternehmen, die bereits SAP Business One einsetzen, kann Magento außerdem Teil einer umfassenderen ERP- und E-Commerce-Architektur werden, anstatt lediglich als unabhängiger Onlineshop zu funktionieren. Dieser Unterschied ist entscheidend. Das Ziel von B2B-E-Commerce besteht nicht lediglich darin, einen Produktkatalog online zu stellen.  Es geht darum, Reibungsverluste zwischen Kunden, Vertrieb, Lager, Finanzabteilung und ERP-System zu beseitigen.   Wenn Sie Magento B2B für Onlineshops mit Shopify Plus vergleichen und wissen möchten, welche Systemarchitektur zu Ihrem Unternehmen passt, können Sie Ingold Solutions GmbH kontaktieren, um Ihre Anforderungen und möglichen Umsetzungsmodelle zu besprechen.

Häufig gestellte Fragen

Für Hersteller mit komplexen PreisenKundenstrukturen, ERP-IntegrationenAngeboten und Genehmigungsprozessen kann Magento die stärkere Lösung sein, da die Plattform umfangreiche Kontrolle und Anpassungsmöglichkeiten bietet. Shopify Plus kann dagegen eine ausgezeichnete Wahl für Hersteller mit einfacheren B2B-Anforderungen und einer klaren Präferenz für eine vollständig verwaltete Cloud-Plattform sein.  

Das hängt vom jeweiligen Großhandelsmodell ab. Shopify B2B ist zunehmend leistungsfähig und bietet inzwischen integrierte UnternehmensprofileKatalogeZahlungsbedingungenMengenpreise und weitere Funktionen über verschiedene Tarife hinweg. Magento wird besonders interessantwenn der Großhandel umfangreiche Anpassungenkomplexe Preisstrukturen, ERP-Integration oder anspruchsvolle Beschaffungsprozesse benötigt 

Ja. Gemeinsame Kataloge in Adobe Commerce B2B ermöglichen kundenspezifische Preise und die Steuerung der Produktverfügbarkeit für bestimmte Unternehmen

Ja. Shopify Plus unterstützt unbegrenzt viele B2B-Kataloge sowie die direkte Zuordnung von Katalogen zu Unternehmen und Unternehmensstandorten

Beide Plattformen können mit ERP-Systemen integriert werden. Die Architektur von Magento bietet jedoch umfangreiche Möglichkeiten für individuelle Integrationen und geschäftsspezifische Datenflüsse. 

Entscheidend ist nicht allein der Name der Plattform, sondern wie Produkte, Kunden, Preise, Lagerbestände, Bestellungen und Zahlungen zwischen den Systemen synchronisiert werden.  

Ja. Adobe Commerce B2B wurde dafür entwickelt, B2B- und B2C-Geschäftsmodelle innerhalb derselben E-Commerce-Umgebung zu unterstützen

Dafür gibt es keine allgemeingültige Antwort. 

Shopify Plus verursacht regelmäßige Plattformgebühren, während die Kosten von Magento von Hosting, Implementierung, Erweiterungen, Entwicklung und Support abhängen. Ein aussagekräftiger Vergleich sollte daher die Gesamtbetriebskosten über fünf Jahre betrachten und nicht lediglich die Lizenz- oder Plattformgebühren vergleichen. 

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