Magento für B2B vs. Magento für B2C: Wo liegen die Unterschiede und kann ein Shop beides abdecken?

Magento für B2B vs. Magento für B2C: Wo liegen die Unterschiede und kann ein Shop beides abdecken?

Immer mehr Hersteller, Großhändler und Marken im Endkundengeschäft lassen sich heute nicht mehr eindeutig nur einem einzigen E-Commerce-Modell zuordnen. Ein Möbelhersteller kann montags palettenweise Ware an Handelspartner versenden und am Dienstag eine einzelne Bestellung eines Endkunden für einen Stuhl bearbeiten. Ein Großhändler für Accessoires kann Tausende Boutique-Händler beliefern und gleichzeitig direkte Anfragen von privaten Käufern erhalten.  Daraus ergibt sich fast immer dieselbe Frage: Brauchen diese beiden Zielgruppen wirklich zwei getrennte E-Commerce-Plattformen oder können Magento für B2B und Magento für B2C tatsächlich innerhalb einer gemeinsamen Commerce-Architektur betrieben werden? Die kurze Antwort lautet: Magento kann sowohl B2B- als auch B2C-Commerce innerhalb einer gemeinsamen Architektur unterstützen und dennoch unterschiedliche Preise, Kataloge, Kontostrukturen, Einkaufsprozesse, Zahlungsarten und Storefront-Erlebnisse für beide Zielgruppen bereitstellen. Ob dieser Ansatz für ein Unternehmen tatsächlich sinnvoll ist und welcher technische Aufwand dahintersteht, hängt jedoch stark davon ab, welche Magento-Version eingesetzt wird, welche Systeme integriert werden müssen und wie stark sich die jeweiligen Einkaufsprozesse voneinander unterscheiden. 

Was ist Magento für B2B? 

Magento für B2B bezeichnet Funktionen und Prozesse, die auf den Einkauf zwischen Unternehmen ausgerichtet sind und sich damit deutlich vom klassischen Endkundengeschäft unterscheiden. Der Käufer kann beispielsweise ein Großhändler, Distributor, Einzelhändler, Händler, Franchiseunternehmen, eine Einkaufsabteilung oder ein anderer Geschäftskunde sein, der nicht als Privatperson, sondern über ein Unternehmenskonto bestellt. 

Wie unterscheidet sich eine B2B Customer Journey? 

Der Einkaufsprozess im B2B unterscheidet sich in vielen Punkten vom klassischen Onlinekauf eines Endverbrauchers. Bestellungen sind häufig größer und werden regelmäßig wiederholt. Preise sind oftmals individuell verhandelt und nicht für jeden Kunden identisch. Innerhalb eines Unternehmens können mehrere Personen über dasselbe Geschäftskonto einkaufen. Je nach Organisationsstruktur kann zusätzlich ein Freigabeprozess erforderlich sein, bevor eine Bestellung abgeschlossen wird.  Auch Angebotsanfragen spielen im B2B eine größere Rolle. Zahlungen erfolgen häufig auf Rechnung oder über Firmenkredite statt ausschließlich per Kreditkarte oder Wallet. Darüber hinaus können Versand- und Zahlungsbedingungen individuell pro Geschäftskunde definiert werden. 

Wichtige Magento-B2B-Funktionen 

  • Unternehmenskonten mit mehreren Benutzern innerhalb eines Accounts  
  • Kundengruppen- und Staffelpreise  
  • Private oder eingeschränkte Produktkataloge  
  • Angebotsanfragen, auch als Request for Quote oder RFQ  
  • Schnellbestellung über SKU  
  • Bestell- und Anforderungslisten  
  • Firmenkredit und individuelle Zahlungsbedingungen  
  • Kundenspezifische Versandbedingungen  
  • Funktionen für Wiederholungs- und Nachbestellungen  

Was ist Magento für B2C? 

Magento für B2C konzentriert sich auf die Customer Journey einzelner Endverbraucher. Im Mittelpunkt stehen Produktsuche, Vergleich, Inspiration und ein möglichst schneller Weg zum Checkout. Während beim B2B häufig Beschaffungsprozesse und Effizienz entscheidend sind, liegen die Schwerpunkte im B2C stärker auf Produktentdeckung, Personalisierung, Promotions, mobiler Nutzererfahrung und vertrauensbildenden Elementen.  Bewertungen, transparente Lieferinformationen und vertraute Zahlungsmethoden helfen dabei, Besucher in Käufer zu verwandeln und langfristige Kundenbeziehungen aufzubauen. 

Wichtige Magento-B2C-Funktionen 

  • Erweiterte Produktsuche, Layered Navigation und Filter  
  • Rabattaktionen und Preisregeln  
  • Produktempfehlungen und „Häufig zusammen gekauft“  
  • Kommunikation bei Warenkorbabbrüchen  
  • Kundenbewertungen und Benachrichtigungen zur Wiederverfügbarkeit  
  • Wunschlisten und Produktfeeds  
  • Social-Commerce-Integrationen  
  • Schneller, mobil optimierter Checkout  
  • Verbraucherspezifische Zahlungsmethoden wie Kreditkarten, Wallets und Buy Now, Pay Later 

Magento Open Source vs. Adobe Commerce: Was ist für B2B entscheidend? 

Diese Unterscheidung ist besonders wichtig und wird in vielen allgemeinen Magento Beiträgen nicht ausreichend berücksichtigt. Magento Open Source ist die kostenlose, selbst gehostete Version und basiert auf derselben grundlegenden Codebasis wie Adobe Commerce. Allerdings enthält Magento Open Source nicht das native B2B-Modul von Adobe Commerce. Dazu gehören unter anderem Funktionen wie: 
  • Unternehmenskonten mit verschiedenen Rollen und Berechtigungen  
  • Shared Catalogs bzw. gemeinsam genutzte Kataloge  
  • Quote-to-Order-Prozesse  
  • Requisition Lists  
  • Freigabeprozesse für Bestellungen  
  • Komplexere B2B-Kontostrukturen  
Wer vergleichbare B2B-Funktionen mit Magento Open Source realisieren möchte, benötigt in der Regel Extensions, individuelle Module oder ERP-gestützte Lösungen. Dabei sollte nicht nur der anfängliche Entwicklungsaufwand berücksichtigt werden. Auch Wartung, Kompatibilität, Updates und zukünftige Weiterentwicklung spielen bei der langfristigen Bewertung eine wichtige Rolle. 

Wann kann Magento Open Source sinnvoll sein? 

Magento Open Source kann eine interessante Option sein, wenn: 
  • keine Adobe-Commerce-Lizenz gewünscht ist,  
  • maximale Flexibilität bei der Entwicklung gefragt ist,  
  • tatsächlich nur ein Teil der umfangreichen B2B-Funktionen benötigt wird,  
  • individuelle und vom Standard abweichende Workflows umgesetzt werden sollen,  
  • das Unternehmen oder seine Magento Agentur die Kontrolle über Architektur und Extensions behalten möchte.  

Wann kann Adobe Commerce sinnvoll sein? 

Adobe Commerce kann insbesondere für Unternehmen interessant sein, die: 
  • komplexe Strukturen mit mehreren Unternehmenseinheiten betreiben,  
  • umfangreiche native B2B-Funktionen benötigen,  
  • große Unternehmenskonten mit mehrstufigen Freigabehierarchien verwalten,  
  • anspruchsvolle Beschaffungsprozesse digitalisieren möchten,  
  • Enterprise-Support und entsprechende Service-Level benötigen.  
Keine der beiden Varianten ist grundsätzlich die richtige Wahl für jedes Unternehmen. Entscheidend ist vielmehr, wie komplex die tatsächlichen B2B-Anforderungen sind.

Welche geschäftlichen Vorteile bietet die Kombination von Magento B2B und B2C? 

Wer Magento für B2B und Magento für B2C innerhalb einer gemeinsamen Commerce Architektur betreibt, kann verschiedene Prozesse und Daten zentralisieren, ohne beiden Kundengruppen dasselbe Einkaufserlebnis bieten zu müssen.

Zentrales Commerce-Management 

Statt zwei vollständig getrennte Plattformen zu administrieren, können wichtige Commerce Prozesse in einer zentralen Umgebung verwaltet werden. Das reduziert doppelte Verwaltungsarbeit und kann die operative Komplexität deutlich verringern. 

Gemeinsame Produktinformationen 

Produktdaten müssen nicht separat in mehreren voneinander unabhängigen Shops gepflegt und anschließend synchronisiert werden. Stattdessen können gemeinsame Produktinformationen zentral verwaltet und je nach Zielgruppe unterschiedlich ausgespielt werden. 

Einheitliches Bestandsmanagement 

Ein gemeinsamer Datenbestand ermöglicht eine konsistentere Sicht auf die Warenverfügbarkeit in B2B- und B2C-Vertriebskanälen.  Das ist besonders relevant, wenn Wholesale- und Endkundenbestellungen auf denselben Lagerbestand zugreifen. 

Geringere operative Komplexität 

Zwei vollständig getrennte Commerce Plattformen können auch doppelte Prozesse und Integrationen bedeuten. Eine gemeinsame Architektur kann die Anzahl redundanter Schnittstellen und Verwaltungsprozesse reduzieren. 

Konsistentes Markenerlebnis 

B2B- und B2C-Kunden benötigen unterschiedliche Customer Journeys. Die grundlegende Markenidentität sollte dennoch konsistent bleiben.  Ein hybrides Modell ermöglicht es, eine gemeinsame Markenwelt für unterschiedliche Zielgruppen anzupassen, statt zwei voneinander losgelöste digitale Auftritte zu betreiben.

Einfachere Erschließung neuer Märkte 

Ein Hersteller, der bisher ausschließlich Geschäftskunden beliefert, kann zusätzlich einen Direct-to-Consumer-Kanal (D2C) aufbauen. Umgekehrt kann eine etablierte B2C-Marke Wholesale-, Händler- oder Distributor-Strukturen entwickeln, ohne ihre gesamte Commerce-Infrastruktur von Grund auf neu aufbauen zu müssen. 

Bessere Commerce-Daten 

Eine gemeinsame Reporting Ebene kann einen umfassenderen Überblick über unterschiedliche Kundensegmente und Vertriebskanäle ermöglichen. So lassen sich B2B- und B2C-Aktivitäten nicht nur getrennt analysieren, sondern auch im Zusammenhang betrachten. 

Beispiel: Ein Hersteller verkauft an Händler und Endkunden 

Wie ein hybrides Modell praktisch aussehen kann, zeigt das Beispiel eines Möbelherstellers. Seine B2B Kunden sind Einzelhändler, Innenarchitekten und Distributoren. Gleichzeitig verkauft das Unternehmen direkt an private Endkunden.  

Der B2B-Shop 

Geschäftskunden erhalten ein speziell auf ihre Einkaufsprozesse abgestimmtes Umfeld: 
  • Login erforderlich  
  • Händlerpreise  
  • Mindestbestellmengen  
  • Großbestellungen  
  • Angebotsanfragen  
  • Zahlung auf Rechnung  
  • Händlerspezifischer Produktkatalog  

Der B2C-Shop 

Privatkunden erhalten dagegen eine klassische Consumer Experience: 
  • Öffentlich sichtbare Preise  
  • Inspirierende Produktinhalte  
  • Kundenbewertungen  
  • Promotions  
  • Endkundengerechte Zahlungsmethoden  
  • Schneller Checkout  

Das gemeinsame Backend 

Beide Bereiche können gleichzeitig zentrale Ressourcen nutzen: 
  • Produkte  
  • Lagerbestand  
  • Bestellungen  
  • ERP  
  • Logistik  
  • Reporting  
Das Unternehmen bedient damit zwei grundlegend unterschiedliche Customer Journeys, ohne zwingend zwei vollständig voneinander getrennte Commerce-Systeme betreiben zu müssen.

Wann sollte eine gemeinsame Magento-Plattform für B2B und B2C eingesetzt werden? 

Ein hybrider Ansatz eignet sich besonders dann, wenn sich wesentliche Geschäftsprozesse und Ressourcen beider Vertriebskanäle überschneiden.   Eine gemeinsame Magento-Architektur kann sinnvoll sein, wenn: 
  • Sie sowohl an Unternehmen als auch an Endverbraucher verkaufen.  
  • Beide Vertriebskanäle einen wesentlichen Teil des Produktkatalogs gemeinsam nutzen.  
  • B2B und B2C auf denselben Lagerbestand zugreifen.  
  • Unterschiedliche Kundengruppen unterschiedliche Preise benötigen.  
  • Geschäftskunden Zugriff auf private Produkte oder Kataloge benötigen.  
  • Wholesale-Kunden spezielle Einkaufs- und Bestellprozesse benötigen.  
  • Eine zentrale Administration gewünscht ist.  
  • Ein ERP-System beide Vertriebskanäle bedienen soll.  
  • Sie vom Großhandel in den Direct-to-Consumer-Bereich expandieren möchten.  
  • Sie eine bestehende B2C-Marke um einen B2B- oder Wholesale-Kanal erweitern möchten.  

Wann können getrennte Commerce-Architekturen sinnvoller sein? 

Eine gemeinsame B2B+B2C-Plattform ist nicht automatisch für jedes Unternehmen die beste Lösung. In bestimmten Szenarien können getrennte Commerce-Architekturen sinnvoller sein.   Das kann beispielsweise der Fall sein, wenn: 
  • die Produktsortimente nahezu vollständig voneinander unabhängig sind,  
  • die Geschäftsbereiche unterschiedlichen rechtlichen Einheiten angehören,  
  • verschiedene geografische oder regulatorische Anforderungen bestehen,  
  • bereits voneinander unabhängige ERP-Systeme eingesetzt werden,  
  • B2B und B2C von vollständig getrennten operativen Teams geführt werden,  
  • sich die technischen Anforderungen erheblich unterscheiden,  
  • ein übernommenes Unternehmen bereits über eine eigenständige Infrastruktur verfügt.  
Die Konsolidierung sollte niemals Selbstzweck sein. Die Commerce-Architektur sollte sich an den tatsächlichen operativen Anforderungen des Unternehmens orientieren – und nicht umgekehrt.

Welche Integrationen benötigt ein Magento B2B+B2C-Unternehmen? 

Eine erfolgreiche B2B+B2C-Commerce-Lösung besteht in der Regel nicht nur aus der Storefront. Magento muss häufig mit den zentralen Systemen des Unternehmens verbunden werden, damit Produktdaten, Bestände, Kundendaten, Preise und Bestellungen über alle Vertriebskanäle hinweg konsistent bleiben.  

ERP 

Die ERP-Integration spielt insbesondere bei komplexeren B2B-Prozessen eine zentrale Rolle.  Je nach Geschäftsmodell können zwischen Magento und dem ERP unter anderem folgende Daten synchronisiert werden: 
  • Produkte  
  • Lagerbestände  
  • Kundenkonten  
  • Kundenspezifische Preise  
  • Bestellungen  
  • Rechnungen  
  • Kreditinformationen  
Damit können B2B- und B2C Bestellungen innerhalb bestehender Geschäftsprozesse verarbeitet werden, ohne wichtige Informationen manuell zwischen unterschiedlichen Systemen übertragen zu müssen. 

PIM 

Ein Product Information Management System (PIM) unterstützt Unternehmen dabei, Produktinformationen zentral zu verwalten und konsistent über verschiedene Vertriebskanäle bereitzustellen. Das wird besonders relevant, wenn B2B- und B2C Kunden teilweise auf dieselben Produkte zugreifen, aber unterschiedliche Produktinformationen oder Sortimente erhalten. 

CRM 

Durch die Integration eines CRM-Systems können Kunden- und Accountinformationen zentral zusammengeführt werden.  Gerade im B2B ist dies wichtig, da die Geschäftsbeziehung häufig nicht aus einer einzelnen Transaktion besteht, sondern sich über wiederkehrende Bestellungen und langfristige Kundenbeziehungen entwickelt. 

Zahlungssysteme 

Geschäftskunden und Endverbraucher haben häufig sehr unterschiedliche Anforderungen an Zahlungsprozesse. Während B2C-Kunden beispielsweise Kreditkarten, Wallets oder andere Consumer Zahlungsmethoden erwarten, benötigen Geschäftskunden möglicherweise Rechnungskauf, Firmenkredit oder individuell vereinbarte Zahlungsbedingungen. 

Logistik- und Warenwirtschaftssysteme 

Wenn Wholesale- und Retail-Bestellungen auf denselben Warenbestand zugreifen, müssen Lager und Fulfillment entsprechend koordiniert werden.  Die Integration der relevanten Logistik- und Warehouse-Systeme hilft dabei, Bestellungen aus beiden Vertriebskanälen zuverlässig abzuwickeln. 

Welche Fragen sollten Sie einer Magento Agentur vor dem Aufbau eines Hybrid-Shops stellen? 

Die Wahl einer geeigneten Magento Agentur sollte nicht ausschließlich von Designreferenzen oder dem initialen Projektpreis abhängen. Gerade bei einer kombinierten B2B+B2C-Architektur sollte die Agentur sowohl die technischen Anforderungen als auch die zugrunde liegenden Geschäftsprozesse verstehen.   Vor Projektbeginn sollten unter anderem folgende Fragen geklärt werden: 
  • Haben Sie bereits Projekte mit Magento für B2B und Magento für B2C umgesetzt?
  • Soll unser Projekt auf Magento Open Source oder Adobe Commerce basieren?  
  • Welche B2B-Funktionen werden nativ bereitgestellt und welche müssen erweitert oder individuell entwickelt werden?  
  • Wie wird die kundenspezifische Preisgestaltung technisch umgesetzt?  
  • Wie werden private bzw. kundenspezifische Kataloge verwaltet?  
  • Können mehrere Mitarbeiter innerhalb eines gemeinsamen Unternehmenskontos arbeiten?  
  • Wie wird Magento mit unserem ERP-System integriert?  
  • Greifen B2B und B2C auf denselben Warenbestand zu?  
  • Wie wird die Performance sichergestellt, wenn die Komplexität des Systems zunimmt?  
  • Wie sieht die langfristige Strategie für Wartung, Updates und Upgrades aus?  
Diese Fragen helfen dabei, bereits vor Projektbeginn zu erkennen, ob die geplante Architektur nicht nur kurzfristig funktioniert, sondern auch langfristig wartbar und skalierbar bleibt. 

Wie viel kostet ein Magento B2B+B2C-Shop? 

Für die Kosten eines Magento B2B+B2C-Projekts gibt es keine seriöse allgemeingültige Pauschalantwort.  Der tatsächliche Aufwand hängt von zahlreichen technischen und geschäftlichen Faktoren ab.   Dazu gehören insbesondere: 
  • Gewählte Magento-Version  
  • Anzahl der Storefronts  
  • Komplexität von Design und UX  
  • Benötigte B2B-Funktionen  
  • Individuelle Preislogik  
  • Katalog- und Zugriffsberechtigungen  
  • ERP-, PIM- und CRM-Integrationen  
  • Datenmigration  
  • Checkout-Anforderungen  
  • Hosting  
  • Laufende Wartung und Weiterentwicklung  
Ein Magento B2B+B2C-Projekt sollte daher auf Basis der tatsächlichen Geschäftsprozesse und Integrationen kalkuliert werden und nicht allein anhand des Storefront-Designs. In der Praxis sind es häufig Kontostrukturen, Preisregeln, Katalogberechtigungen und ERP-Prozesse, die die technische Komplexität und damit den Implementierungsaufwand maßgeblich bestimmen. 

Magento für B2B und B2C: Eine Plattform, zwei Customer Journeys 

Drei zentrale Erkenntnisse lassen sich zusammenfassen:  
  • Magento für B2B und Magento für B2C adressieren grundlegend unterschiedliche Kauf- und Beschaffungsprozesse.
  • Beide Customer Experiences können innerhalb einer sorgfältig konzipierten Magento-Architektur parallel betrieben werden.
  • Welche Magento-Version und welcher Implementierungsansatz geeignet sind, hängt von den B2B-Prozessen, Integrationen, der Unternehmensgröße und dem Budget ab – nicht von einer pauschalen Empfehlung.
Ingold Solutions verfügt über Erfahrung in den Bereichen Magento-Architektur, Magento Open Source und Adobe Commerce sowie in der individuellen Entwicklung von B2B+B2C-Lösungen. Darüber hinaus umfasst das Leistungsspektrum ERP-Integrationen, Migrationen, Performance-Optimierung sowie die laufende Wartung und Betreuung von Magento-Systemen.  Möchten Sie Großhandels- und Endkunden über Magento bedienen? Sprechen Sie mit Ingold Solutions über die Entwicklung einer Magento B2B+B2C-Architektur, die auf Ihre Produkte, Preisstrukturen, Kundengruppen und Geschäftsprozesse abgestimmt ist.  

Häufig gestellte Fragen

Ja. Magento kann so konzipiert werdendass sowohl Geschäftskunden als auch Endverbraucher über eine gemeinsame Commerce-Architektur bedient werdenGleichzeitig können unterschiedliche PreiseKatalogeKontostrukturen und Einkaufsprozesse für die jeweiligen Zielgruppen umgesetzt werden

Magento für B2B konzentriert sich auf Anforderungen des Geschäftskundeneinkaufsbeispielsweise Unternehmenskontenindividuell vereinbarte PreiseGroßbestellungenAngebotsanfragen und private Kataloge.Magento für B2C legt dagegen einen stärkeren Fokus auf Produktsuche und –entdeckung, Promotions, Personalisierung und einen möglichst reibungslosen Checkout für Endverbraucher 

Ja. Unterschiedliche Preise können unter anderem über KundengruppenStaffelpreise und Katalogpreisregeln umgesetzt werden. Bei komplexeren Anforderungen kann zusätzlich eine individuelle oder ERP-gesteuerte Preislogik eingesetzt werden 

Ja, abhängig von der eingesetzten Magento-Version und der jeweiligen Implementierung. Der Katalogzugriff kann auf bestimmte Unternehmen oder Kundengruppen zugeschnitten bzwentsprechend entwickelt werden

Ja, Magento Open Source kann für B2B-Anforderungen erweitert werdenUnternehmen sollten jedoch klar zwischen individuell entwickelten bzw. Extension-basierten B2B-Funktionen und den nativen B2B-Funktionalitäten von Adobe Commerce unterscheiden 

Nicht zwingendBeide Zielgruppen können unterschiedliche Storefront-Erlebnisse erhalten und gleichzeitig eine gemeinsame Magento-Architektur sowie zentrale Administrationsumgebung nutzen

Ja. Magento kann mit ERP-Systemen verbunden werden, um beispielsweise ProdukteLagerbeständeKundendatenPreise und Bestellungen auszutauschen. Der konkrete Integrationsumfang hängt vom jeweiligen ERP-System und den Geschäftsprozessen des Unternehmens ab.  

Die Entscheidung hängt insbesondere von der Komplexität der B2B-Prozesse, den benötigten nativen Funktionen, den individuellen Anpassungsanforderungen, der Skalierung, den erforderlichen Integrationendem Budget und den Support-Anforderungen ab. 

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