Warum brechen Kunden den Checkout in Magento 2 ab? 11 Maßnahmen für mehr Conversions

Warum brechen Kunden den Checkout in Magento 2 ab? 11 Maßnahmen für mehr Conversions

Ihre Analysedaten zeigen, dass Kunden Produkte in den Warenkorb legen. In Ihren Umsatzberichten tauchen jedoch weniger Bestellungen auf als erwartet. Irgendwo zwischen diesen beiden Schritten entscheiden sich potenzielle Käufer gegen den Kauf. Bei einem Magento-2-Onlineshop liegt die Ursache häufig im Checkout-Prozess.  Ein Blick auf die Zahlen zeigt, wie verbreitet dieses Problem ist. Laut dem Baymard Institute liegt die durchschnittliche dokumentierte Warenkorbabbruchrate bei rund 70,19 %.  Allerdings bedeutet nicht jeder abgebrochene Warenkorb automatisch einen entgangenen Umsatz. Viele Besucher nutzen den Warenkorb als Merkliste, zum Preisvergleich oder um die Versandkosten zu prüfen.  Ein Checkout-Abbruch ist dagegen genauer definiert: Er liegt vor, wenn Kunden den Bestellprozess bereits begonnen haben, ihn aber nicht abschließen.  Genau hier sollten Onlineshop-Betreiber ansetzen. Die Ursachen lassen sich grundsätzlich in zwei Kategorien einteilen. Einerseits gibt es Probleme bei der Benutzerfreundlichkeit, die Kunden unmittelbar wahrnehmen. Andererseits können technische Fehler dahinterstecken, die sich beispielsweise durch lange Ladezeiten oder Fehlermeldungen bemerkbar machen.  Dieser Leitfaden beleuchtet beide Bereiche und zeigt Ihnen 11 konkrete Maßnahmen zur Magento 2 Checkout-Optimierung, die Sie in Ihrem eigenen Onlineshop umsetzen und überprüfen können.

Warum brechen Kunden den Checkout in Magento 2 ab? 

Selten gibt es nur einen einzigen Grund für einen Checkout-Abbruch.  Die Untersuchungen des Baymard Institute, die auch von Contentsquare zusammengefasst werden, zeigen immer wieder ähnliche Ursachen: 
  • Unerwartete Zusatzkosten für Versand, Steuern oder Gebühren 
  • Verpflichtende Registrierung eines Kundenkontos 
  • Ein zu langer oder unübersichtlicher Bestellprozess 
  • Lange Lieferzeiten 
  • Zweifel an der Sicherheit des Onlineshops 
  • Fehlende bevorzugte Zahlungsmethoden 
Bei Magento-Onlineshops kommen häufig technische Probleme hinzu. Dazu gehören langsame Seitenreaktionen, Zeitüberschreitungen bei der Zahlungsabwicklung, Gutscheincodes, die trotz Gültigkeit abgelehnt werden, oder Erweiterungen, die nach einem Update nicht mehr ordnungsgemäß funktionieren.  Bevor Sie Änderungen vornehmen, sollten Sie deshalb zunächst die Symptome richtig einordnen. Wer an der falschen Stelle optimiert, investiert Entwicklungszeit, ohne die eigentliche Ursache zu beheben.
Beobachtetes Problem  Mögliche Ursache in Magento  So überprüfen Sie das Problem 
Viele Abbrüche nach der Auswahl der Versandart  Versandkosten oder Liefertermine werden zu spät angezeigt  Vergleichen Sie die Abbruchraten mit und ohne frühzeitige Versandkostenanzeige 
Abbrüche direkt zu Beginn des Checkouts  Registrierungspflicht oder zu viele Formularfelder  Überprüfen Sie die Gastbestellung und die Anzahl der Pflichtfelder 
Der Button „Bestellung aufgeben“ reagiert langsam  Zeitüberschreitungen beim Zahlungsanbieter, ressourcenintensive Erweiterungen oder hohe Serverlast  Analysieren Sie Serverantwortzeiten und Zahlungsprotokolle 
Bezahlte Bestellungen fehlen oder erscheinen doppelt  Probleme mit Webhooks oder wiederholten Zahlungsversuchen  Gleichen Sie Transaktionen des Zahlungsanbieters mit Magento-Bestellungen ab 
Deutlich niedrigere Abschlussrate auf Mobilgeräten  Ungeeignete Formulare, Tastatureinstellungen oder fehlende digitale Zahlungsmethoden  Analysieren Sie den Checkout-Funnel nach Gerätetyp 
Fehler nach einem neuen Release  Konflikte zwischen Erweiterungen oder individuellem Programmcode  Vergleichen Sie Fehlerprotokolle mit den Veröffentlichungsterminen 
Dabei ist eine Unterscheidung besonders wichtig: 

Ein Warenkorbabbruch beginnt im Warenkorb. Ein Checkout-Abbruch entsteht erst, nachdem Kunden den Bestellprozess gestartet haben. 

Beide Probleme erfordern unterschiedliche Maßnahmen. Wer sie miteinander verwechselt, überarbeitet möglicherweise eine Produktseite, obwohl die eigentliche Ursache bei der Zahlungsabwicklung liegt. 

11 Maßnahmen zur Magento 2 Checkout-Optimierung für mehr Bestellabschlüsse 

  1. Ermöglichen Sie Gastbestellungen statt einer verpflichtenden Registrierung

Die Pflicht zur Kontoerstellung gehört laut Baymard zu den Gründen, aus denen Kunden einen Kauf abbrechen. Dabei lässt sich diese Hürde vergleichsweise einfach beseitigen.  Magento unterstützt standardmäßig Gastbestellungen, sofern die Funktion nicht deaktiviert wurde. Kunden können damit bestellen, ohne zuvor ein Benutzerkonto anzulegen.  Adobe dokumentiert die entsprechende Einstellung unter:  Stores > Settings > Configuration > Sales > Checkout > Checkout Options  Wenn Sie Kunden zur Registrierung motivieren möchten, können Sie diese Möglichkeit nach dem Bestellabschluss anbieten. Zu diesem Zeitpunkt haben Kunden ihr eigentliches Ziel bereits erreicht. Die Einrichtung eines Kundenkontos erscheint dann eher als zusätzlicher Service und nicht als unnötige Voraussetzung für den Einkauf. 
  1. Entfernen Sie unnötige Formularfelder im Checkout

Jedes zusätzliche Formularfeld bedeutet einen weiteren Arbeitsschritt für Ihre Kunden. Prüfen Sie deshalb genau, welche Informationen Sie tatsächlich benötigen.  Brauchen Privatkunden wirklich ein Feld für den Firmennamen? Ist eine zweite Adresszeile notwendig? Wird die Telefonnummer tatsächlich für die Bestellabwicklung benötigt?  Achten Sie außerdem darauf, dass die automatische Vervollständigung von Formularfeldern funktioniert. Eingaben sollten möglichst unmittelbar validiert werden, statt Kunden erst nach dem Absenden des Formulars auf Fehler hinzuweisen.  Fehlermeldungen müssen eindeutig und verständlich sein. Entscheidend ist dabei nicht allein die Anzahl der Checkout-Schritte, sondern der tatsächliche Aufwand für den Kunden. Eine einzige überladene Checkout-Seite kann komplizierter sein als drei übersichtlich gestaltete Schritte. 
  1. Zeigen Sie Versandkosten und Liefertermine vor dem Zahlungsschritt an

Unerwartete Zusatzkosten kurz vor dem Kaufabschluss gehören zu den häufigsten Gründen für einen Bestellabbruch. Deshalb sollten Versandkosten so früh wie möglich sichtbar sein – idealerweise bereits im Warenkorb oder auf der Produktseite.  Zeigen Sie außerdem einen voraussichtlichen Liefertermin für die verfügbaren Versandarten an. Wenn bestimmte Lieferoptionen nur in ausgewählten Regionen verfügbar sind, sollten Kunden dies erfahren, bevor sie ihre vollständigen Adressdaten eingeben.  Eine transparente Kommunikation verhindert unangenehme Überraschungen und schafft Vertrauen. 
  1. Verbessern Sie die Ladegeschwindigkeit Ihres Magento 2 Checkouts

Ein langsamer Checkout wirkt auf Kunden schnell wie ein fehlerhafter Checkout. Typische Ursachen sind verzögerte API-Antworten, Engpässe bei Datenbankabfragen oder Erweiterungen, die bei jedem Bestellschritt zusätzliche Skripte und Abfragen ausführen.  Adobe beschreibt in seinem Leitfaden zur Verarbeitung hoher Bestellvolumina drei technische Optimierungsmöglichkeiten.  Asynchrone Bestellverarbeitung: Bestellungen werden zunächst in eine Warteschlange gestellt. Die Bestandsprüfung erfolgt anschließend. Diese Funktion ist standardmäßig deaktiviert und unterstützt nur bestimmte Zahlungsmethoden, darunter Check/Money Order, Cash on Delivery, Braintree und PayPal Payflow Pro.  Verzögerte Berechnung der Gesamtsumme: Die vollständige Berechnung des Bestellbetrags erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt im Checkout. Auch diese Funktion ist standardmäßig deaktiviert.  Deaktivierung der Bestandsprüfung beim Laden des Warenkorbs: Dadurch können einzelne Checkout-Schritte schneller werden. Die Bestandsprüfung erfolgt weiterhin bei der eigentlichen Bestellung.  Wichtig ist, dass sich dieser Leitfaden auf Adobe Commerce in Cloud- und On-Premises-Umgebungen bezieht. Prüfen Sie deshalb zunächst, welche Funktionen Ihre Magento- beziehungsweise Adobe-Commerce-Edition unterstützt.  Testen Sie jede Änderung sorgfältig in einer Staging-Umgebung. Insbesondere die asynchrone Bestellverarbeitung kann Auswirkungen auf Zahlungsprozesse, Lagerbestände und ERP-Integrationen haben. 
  1. Bieten Sie die Zahlungsmethoden an, die Ihre Kunden tatsächlich nutzen

Nicht jeder Kunde möchte mit derselben Zahlungsmethode bezahlen. Prüfen Sie deshalb, welche Zahlungsarten Ihre Zielgruppe bevorzugt. Dazu gehören beispielsweise Kredit- und Debitkarten, PayPal sowie regionale Zahlungsmethoden wie Banküberweisung oder Kauf auf Rechnung.  Digitale Wallets wie Apple Pay und Google Pay können insbesondere auf Mobilgeräten die Eingabe von Zahlungsinformationen vereinfachen. Ihre Verfügbarkeit hängt jedoch vom jeweiligen Land, Zahlungsanbieter und der technischen Konfiguration ab.  Klären Sie deshalb mit Ihrem Payment-Service-Provider, welche Zahlungsmethoden tatsächlich unterstützt werden, bevor Sie diese im Onlineshop anbieten. 
  1. Optimieren Sie den Checkout für mobile Endgeräte

Ein Checkout, der am Desktop problemlos funktioniert, muss auf dem Smartphone noch lange nicht benutzerfreundlich sein. Achten Sie darauf, dass für jedes Eingabefeld die passende Tastatur erscheint.  Bei Telefonnummern sollte beispielsweise automatisch die numerische Tastatur geöffnet werden. Bei E-Mail-Adressen sollte das @-Zeichen direkt erreichbar sein. Schaltflächen müssen groß genug sein, um sie bequem mit dem Daumen bedienen zu können.  Auch die Bestellübersicht sollte ohne endloses Scrollen erreichbar bleiben. Testen Sie insbesondere den Zahlungsvorgang auf echten Smartphones und nicht ausschließlich über die mobile Ansicht eines Desktop-Browsers.  Wenn Ihre mobile Checkout-Abschlussrate deutlich unter der Desktop-Rate liegt, sollten Sie hier mit der Optimierung beginnen. 
  1. Beheben Sie Probleme mit Gutscheincodes und unklaren Preisänderungen

Ein Gutscheinfeld, das einen gültigen Rabattcode ablehnt, kann Kunden dazu bringen, nach einem anderen Code zu suchen. Viele kehren anschließend nicht mehr zum Onlineshop zurück.  Testen Sie deshalb Ihre aktiven Rabattaktionen regelmäßig über den gesamten Bestellprozess hinweg. Prüfen Sie außerdem, ob sich die Gesamtsumme durch Steuern, Versandkosten oder Rabatte unerwartet verändert.  Fehlermeldungen sollten konkrete Informationen enthalten. Statt einer allgemeinen Meldung wie „Ungültiger Gutscheincode“ ist beispielsweise „Dieser Gutscheincode ist am 30. September abgelaufen“ wesentlich hilfreicher.  Kunden müssen verstehen können, warum ein Rabatt nicht angewendet wird. 
  1. Verhindern Sie Zahlungsfehler und doppelte Bestellungen

Zeitüberschreitungen beim Zahlungsanbieter, abgelehnte Transaktionen und Probleme mit Webhooks haben häufig dieselbe Folge: Der Kunde weiß nicht, ob die Zahlung erfolgreich war.  Manche versuchen es erneut und lösen dadurch möglicherweise eine doppelte Bestellung aus. Andere brechen den Kauf vollständig ab. Sorgen Sie deshalb dafür, dass wiederholte Zahlungsversuche sicher verarbeitet werden und nicht unbeabsichtigt mehrere Bestellungen erzeugen.  Bei abgelehnten Zahlungen sollten Kunden eine verständliche Fehlermeldung erhalten. Gleichen Sie außerdem regelmäßig die Transaktionsdaten Ihres Zahlungsanbieters mit den Bestellungen in Magento ab. Abweichungen zwischen beiden Systemen können auf Probleme hinweisen, durch die Ihnen Umsätze entgehen. 
  1. Überprüfen Sie Drittanbieter-Erweiterungen, die den Checkout beeinflussen

Jede Erweiterung, die in den Checkout eingreift, kann zusätzliche Skripte, Serveranfragen oder technische Konflikte verursachen. Prüfen Sie deshalb regelmäßig, welche Erweiterungen installiert sind und welche davon tatsächlich noch benötigt werden.  Wenn die Conversion-Rate nach einem Update zurückgeht, sollten Sie insbesondere die zuletzt aktualisierten Module untersuchen. Testen Sie Updates grundsätzlich zuerst in einer Staging-Umgebung.  Treten Probleme auf, können Erweiterungen in einer kontrollierten Testumgebung nacheinander deaktiviert werden, um die Ursache einzugrenzen. So lässt sich feststellen, ob ein bestimmtes Modul für den Fehler verantwortlich ist. 
  1. Schaffen Sie Vertrauen durch transparente Informationen zu Rückgabe, Sicherheit und Bestellung

Vertrauen entsteht durch klare Informationen und nicht durch möglichst viele grafische Elemente. Zeigen Sie Ihre Rückgabebedingungen, Lieferzeiten und Kontaktmöglichkeiten dort an, wo Kunden ihre Bestellung abschließen.  Die Bestellübersicht sollte alle wichtigen Informationen verständlich darstellen: 
  • Bestellte Artikel und Mengen 
  • Versandkosten 
  • Steuern 
  • Rabatte 
  • Endgültiger Gesamtbetrag 
Verwenden Sie ausschließlich Sicherheitssiegel und Zahlungslogos, zu deren Nutzung Sie berechtigt sind. Ein irreführendes Vertrauenssiegel kann Ihrer Glaubwürdigkeit stärker schaden als der vollständige Verzicht darauf. 
  1. Analysieren Sie Checkout-Abbrüche und testen Sie Verbesserungen

Ohne Daten zu den einzelnen Checkout-Schritten können Sie nur vermuten, warum Kunden ihre Bestellung abbrechen. Erfassen Sie deshalb den gesamten Prozess vom Warenkorb über die Zahlung bis zur Bestellbestätigung.  Analysieren Sie die Ergebnisse nach Gerätetyp und dokumentieren Sie Fehler in den einzelnen Schritten. Nehmen Sie möglichst nur eine wesentliche Änderung gleichzeitig vor.  Wenn ausreichend Traffic vorhanden ist, können A/B-Tests dabei helfen, die Auswirkungen einzelner Optimierungen zu bewerten. Führen Sie Änderungen kontrolliert ein und stellen Sie sicher, dass Sie bei Problemen zur vorherigen Version zurückkehren können.  Vergleichen Sie die Ergebnisse anschließend mit Ihren eigenen Ausgangswerten – nicht mit Zahlen aus einem beliebigen Wettbewerber-Blog. 

Wie berechnet man die Magento Checkout Conversion Rate? 

Die Checkout-Abschlussrate lässt sich mit einer einfachen Formel berechnen: 

Checkout-Abschlussrate = Abgeschlossene Bestellungen ÷ Checkout-Sitzungen × 100 

Legen Sie zunächst einen festen Betrachtungszeitraum fest, beispielsweise die vergangenen 30 Tage. Achten Sie außerdem darauf, dass Sie eine Checkout-Sitzung bei jeder Auswertung nach denselben Kriterien definieren.  Ein Beispiel: Wenn 1.000 Kunden den Checkout beginnen und 420 davon eine Bestellung abschließen, beträgt Ihre Checkout-Abschlussrate 42 %.  Dieser Wert allein sagt allerdings noch wenig aus. Entscheidend ist, wie sich die Abschlussrate nach einer Änderung entwickelt und welche Unterschiede zwischen Geräten, Ländern und Zahlungsmethoden bestehen.  In Google Analytics 4 sollten Sie insbesondere folgende Ereignisse erfassen: 
  • begin_checkout 
  • add_shipping_info 
  • add_payment_info 
  • purchase 
Überprüfen Sie, dass jedes Ereignis korrekt und nicht mehrfach ausgelöst wird. Doppelte oder fehlende Ereignisse sowie unterschiedliche Definitionen in verschiedenen Analysewerkzeugen gehören zu den häufigsten Ursachen dafür, dass Dashboard-Zahlen nicht mit den tatsächlichen Bestellungen übereinstimmen.  Eine allgemeingültige „gute“ Checkout-Abschlussrate gibt es nicht. Vergleichen Sie Ihre Ergebnisse deshalb zunächst mit den bisherigen Werten Ihres eigenen Onlineshops. 

Magento One-Step Checkout oder individuelle Entwicklung: Welche Lösung ist besser? 

Grundsätzlich stehen Ihnen drei Möglichkeiten zur Verfügung: 
  1. Der integrierte One-Page-Checkout von Magento 
  1. Eine Checkout-Erweiterung eines Drittanbieters 
  1. Eine individuell entwickelte Checkout-Lösung 
Ein One-Step Checkout ist nicht automatisch die bessere Wahl.  Entscheidend sind die Benutzerfreundlichkeit, die Kompatibilität mit Zahlungs- und Versanderweiterungen, die Performance sowie der langfristige Wartungsaufwand.  Adobe empfiehlt in seiner Entwicklerdokumentation, Checkout-Anpassungen in separaten Modulen vorzunehmen und den Standard-Anwendungscode nicht direkt zu verändern.  Dadurch bleiben spätere Updates besser beherrschbar. Ein stark individualisierter Checkout, der sich kaum noch aktualisieren lässt, kann langfristig selbst zum Problem werden. Analysieren Sie deshalb zuerst die Ursachen Ihrer Checkout-Abbrüche und wählen Sie anschließend die schlankste Lösung, die das tatsächliche Problem behebt. 

Wann sollten Sie eine Magento-Agentur mit der Checkout-Optimierung beauftragen? 

Wenn dieselben Probleme immer wieder auftreten, ist es sinnvoll, spezialisierte Magento-Entwickler hinzuzuziehen.  Das gilt insbesondere bei: 
  • Wiederkehrenden Zahlungsfehlern ohne erkennbare Ursache 
  • Konflikten zwischen Magento-Erweiterungen 
  • Unzuverlässiger Bestellverarbeitung 
  • Performance-Problemen nach neuen Releases 
  • Checkout-Fehlern nach Magento-Updates 
Ingold Solutions ist eine erfahrene Magento-Agentur in Berlin und zertifizierter Adobe Solution Partner. Unser Leistungsspektrum umfasst die Magento-Beratung, Implementierung, Magento-Wartung und Support sowie die Migration von Magento 1, Shopify, Shopware und WooCommerce.  Darüber hinaus unterstützen wir Unternehmen bei der Integration von ERP-, CRM-, PIM- und Lagerverwaltungssystemen.  Wenn Lagerverfügbarkeit, Auftragssynchronisation oder die Validierung von Bestellungen von Ihrem ERP-System abhängen, prüfen wir auch die Verbindung zwischen Magento und SAP Business One. So lassen sich nicht nur Probleme im Checkout selbst, sondern auch mögliche Ursachen in den angebundenen Geschäftsprozessen untersuchen.

Magento Checkout-Checkliste 

Bereich  Wichtige Kontrollfrage 
Gast-Checkout  Ist die Gastbestellung aktiviert, gut sichtbar und eine Registrierung nach dem Kauf optional möglich? 
Versand  Werden Versandkosten und Liefertermine bereits vor der Zahlung transparent angezeigt? 
Zahlungsmethoden  Entsprechen die angebotenen Zahlungsmethoden den Kundenpräferenzen und werden Zahlungsfehler verständlich behandelt? 
Erweiterungen  Wurde jede checkoutrelevante Erweiterung nach dem letzten Update getestet? 
Performance  Wurden die Antwortzeiten der einzelnen Checkout-Schritte gemessen und Änderungen zunächst in einer Staging-Umgebung getestet? 
Bestellverarbeitung  Stimmen die Transaktionsdaten des Zahlungsanbieters mit den Magento-Bestellungen überein? 
Mobile Checkout  Wurde der gesamte Bestellprozess auf echten Smartphones getestet? 
Tracking  Werden GA4-Ereignisse nur einmal ausgelöst und stimmen die erfassten Käufe mit den tatsächlichen Bestellungen überein? 

Verlieren Sie Kunden im Checkout? 

Eine erfolgreiche Checkout-Optimierung beginnt damit, die tatsächlichen Kaufhindernisse zu erkennen, technische Fehler gezielt zu beheben und die Wirkung jeder Maßnahme anhand von Daten zu überprüfen.  Wenn Sie Ihren Magento Checkout professionell analysieren und verbessern möchten, steht Ihnen Ingold Solutions als erfahrener Magento-Partner zur Seite.  Kontaktieren Sie Ingold Solutions und sprechen Sie mit unseren Experten über eine individuelle Analyse Ihrer Magento Checkout-Performance und Conversion-Rate. 

Häufig gestellte Fragen

Überprüfen Sie zunächst, welche Änderungen zuletzt vorgenommen wurden. Dazu gehören neue Releases, Updates von Erweiterungen sowie Anpassungen an Zahlungs- oder Versandmethoden. 

Analysieren Sie die Fehlerprotokolle und den Status Ihres Zahlungsanbieters. Versuchen Sie anschließend, den Fehler in einer Staging-Umgebung nachzustellen. 

Das schrittweise Deaktivieren von Erweiterungen in einer Testumgebung hilft häufig dabei, die Ursache schneller zu finden, als wahllos verschiedene Einstellungen zu verändern.

Ja, das ist möglich. Die verpflichtende Erstellung eines Kundenkontos gehört zu den Gründen, aus denen Kunden ihren Kauf abbrechen. 

Mit einer Gastbestellung entfällt diese zusätzliche Hürde. Wie stark sich das auf die Conversion-Rate auswirkt, hängt allerdings vom jeweiligen Onlineshop ab. 

Messen Sie deshalb die Abschlussrate vor und nach der Änderung und bieten Sie die Registrierung optional nach dem Kauf an. 

Nein. Hyvä ist ein Frontend-Theme. Hyvä Checkout ist ein separates Modul, das das Hyvä-Theme voraussetzt. 

Ein schnelleres Theme behebt weder langsame API-Anfragen noch Zeitüberschreitungen bei Zahlungsanbietern oder Probleme durch ressourcenintensive Erweiterungen. 

Betrachten Sie Hyvä deshalb als möglichen Bestandteil einer umfassenderen Optimierung. 

Prüfen Sie vor der Implementierung insbesondere die Kompatibilität Ihrer Zahlungserweiterungen. 

Führen Sie nach jedem größeren Release sowie nach Änderungen an Zahlungs- oder Versandfunktionen einen Checkout-Test durch. 

Auch vor umsatzstarken Verkaufsphasen ist eine umfassende Überprüfung sinnvoll. 

Zwischen diesen Audits sollten Sie Ihren Checkout-Funnel mindestens einmal im Monat analysieren. 

So erkennen Sie sinkende Abschlussraten innerhalb weniger Wochen statt erst nach mehreren Monaten. 

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